Sachsenpokal der Männer 2021/2022

Marcel Weist
28 Juli 2021

~SO SEHEN SIEGER AUS!~

 

Endlich ging es wieder los. Nach ca. einem dreiviertel Jahr Wettkampf- und Trainingsabstinenz vom Kegeln erreichte uns eine erfreuliche Nachricht. Nachdem wir in der Saison 2019/2020 den Aufstieg knapp verpassten, aber die Qualifikation für den Sachsenpokal erreichten, wurde diese coronabedingt  abgebrochen. Das bedeutete kein Pokalspiel. Auch in der Saison darauf wurde der Pokalwettbewerb ausgesetzt. Jetzt, als sich die Lage etwas entspannte, kam die Nachricht, der Sachsenpokal findet 2021 statt und unsere Qualifikation von vor 2 Jahren wurde berücksichtigt!

Das bedeutete für die 1. Männermannschaft des MSV Bautzen nicht einmal 2 Monate Zeit um sich darauf vorzubereiten.

 

Keiner wusste so wirklich, wie sein Trainingsstand ist, keiner wusste die vier gegnerischen Mannschaften einzuschätzen. Es war also ein Turnier, bei dem alles passieren konnte.

 

Bereits 06:45 Uhr in der Früh startete der MSV-Bus nach Markranstädt, eine der absoluten Vorzeigebahnen in Sachsen. 

Auf dieser perfekt organisierten Veranstaltung mit einem super Betreuerteam startete die erste Runde des Turniers - die Qualifikation. Der SSV Stahl Rietschen, der Paunsdorfer SV und die Spielvereinigung Blau-Weiß Chemnitz traten als Bezirksvertreter an. Als weiteren Gegner durften wir die Titelverteidiger und unsere Freunde vom SV Leipzig 1910 begrüßen, die uns vor zwei Jahren den Aufstieg streitig machten. Wir waren auf einen schwierigen Wettkampf eingestellt.

Alle 5 Mannschaften spielten mit 6 Spielern über je 120 Wurf auf Summenwertung. Die zwei Besten sollten sich für das Finale qualifizieren, die vier Besten für den deutschlandweiten DKBC-Pokal. Das sollte das Minimalziel an diesem Tag sein.

 

Ziemlich schnell deutete sich in der Qualifikationsrunde an, dass diese von Leipzig und uns dominiert wird. Somit zog Leipzig (3590) als erster und Bautzen (3522) als zweiter mit großen Abstand in das Finale ein, was automatisch die Qualifikation für den DKBC-Pokal bedeutete. Chemnitz (3249;

3. Platz) und Rietschen (3246; 4.Platz) schafften diese ebenfalls. Glückwunsch dazu.

 

Nun hieß es, sich schnell zu regenerieren, denn das Finale fand nur eine halbe Stunde nach Beendigung der Vorrunde statt. Das hieß, noch einmal mussten 6 Spieler 120 Wurf spielen, dieses Mal aber im direkten Vergleich. Nach so einer langen Kegelpause sicher nicht die einfachste Aufgabe, man spielt normalerweise auch nicht zwei Wettkämpfe einfach so und ohne Weiteres an einem Tag.

 

Nach den ersten drei Duellen mussten wir, trotz guter Leistungen, alle 3 Punkte an den SV abgeben. Auch in der Gesamtkegelzahl hatten wir einen ziemlich großen Rückstand. Das sollte aber den Kampfgeist nicht bremsen, im Gegenteil. Unsere zweiten drei Spieler kämpften beherzt Kugel für Kugel um jeden Punkt und jedes Holz. Wir holten, trotz großer Gegenwehr vom Gegner, kontinuierlich auf, konnten uns zwei Duelle sichern und in der Gesamtwertung den Rückstand in einen guten Vorsprung umwandeln. Das bedeutete 3600:3552 in der Kegelwertung und 4 zu 4 Mannschaftspunkte im direkten Vergleich mit Leipzig. Jetzt kam es auf die Satzpunkte an, die wir mit 14 zu 10 für uns entscheiden konnten! Einen knapperen Ausgang gibt es fast nicht. So macht Kegeln Spaß!

 

Der Sachsenpokal ging nach 1 Jahr Abstinenz wieder in die Spreestadt zurück. Mit guten Leistungen und einer fulminanten Aufholjagd mit großer Moral und Mannschaftszusammenhalt wurde klar, wir sind wieder da!

 

Das schreibe ich genau so, da die letzten zwei Jahre geprägt von einem steinigen Weg waren. Mannschaftsabgänge und Unstimmigkeiten haben doch stark an den Nerven gezerrt. Aber dieser Wettkampf hat gezeigt, wir sind auf dem besten Wege, dies alles hinter uns zu lassen.

 

Großen Dank an alle, die dazu beigetragen haben!

 

Wir sind alle verdammt stolz auf diesen in vielerlei Hinsicht wichtigen Sieg und können nun fokussiert in Richtung Saisonvorbereitung blicken. 

 

Wir haben gezeigt, mit uns ist definitiv zu rechnen.

 

 

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