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MSV Bautzen 04 e.V. Mein Sportverein - Abteilung Volleyball
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Unangenehme Überraschung beim Aufsteiger

Mit der ungeliebten Rolle des Favoriten mussten die Bautzener Volleyballfrauen in der Sachsenklasse Ost am Sonnabend bei Aufsteiger Blau-Weiß Hoyerswerda antreten. Aber das ist nun mal so in der 2. Saison. Die Hoyerswerdaerinnen waren den MSV-Frauen noch aus der Bezirksliga als eine abwehrstarke, schwer zu bespielende Mannschaft in Erinnerung. Das sollte sich erneut bewahrheiten.
 
Das Spiel begann mit der erwarteten Überlegenheit der Bautzenerinnen im Angriff und auch der Block zeigte sich wirkungsvoll. Bautzen lag zunächst vorn, konnte sich aber keinen deutlichen Vorsprung erspielen. Gegen Mitte des Satzes wendete sich das Blatt. Die Blau-Weißen legten ihren Anfangsrespekt ab und begannen immer mehr dagegenzuhalten. Mehr noch, sie entschärften nicht nur die Bautzener Angriffe, sie konterten die MSV-Frauen regelrecht aus durch lange Ballwechsel, die sie am Ende gewannen. Eine hohe Eigenfehlerquote der Bautzenerinnen spielte ihnen dabei noch zusätzlich in die Hände. Gegen Ende des Satzes übernahm Hoyerswerda die Führung und gab sie bis zum 25:20 nicht mehr aus der Hand.
 
Im zweiten Satz entwickelte sich ein spannender Kampf um jeden Punkt. Bei wechselnder Führung konnte sich keine Mannschaft richtig absetzen. Die Hoyerswerdaerinnen spielten in der Abwehr überragend und Bautzen versuchte mit aller Kraft sie zu knacken. Dabei zeigten sich wie schon im 1. Satz zunehmend Probleme auf den Mittelblockerpositionen. Lisa Pasieka war gesundheitlich angeschlagen und hatte Schwierigkeiten, dem Block zu folgen. Bei Nachwuchstalent Emely Thiele hapert es noch an der Abstimmung mit den Zuspielerinnen, so dass ihre Schnelligkeit im Angriff nicht zur Geltung kommt. Am Ende gewann Hoyerswerda auch den 2. Satz mit 25:23.
 
Bautzen hatte sich regelrecht festgespielt in der Blau-Weißen Abwehr und musste etwas verändern. So wechselte die bis dahin stärkste Außenangreiferin Luisa Schubert für Lisa Pasieka in die Mitte. Das zeigte endlich Wirkung, auch wenn dadurch die Optionen im Außenangriff geringer wurden. Die Bautzenerinnen konnten durch den verstärkten Block die Hoyerswerdaer Angriffe entschärfen und sich zunehmend im Angriff durchsetzen. Die Blau-Weißen zeigten Wirkung und Bautzen konnte den Satz doch recht deutlich mit 25:17 holen.
 
Damit stieg die Hoffnung bei den Bautzenerinnen, das Spiel doch noch zu ihren Gunsten wenden zu können. Zunächst zeigte sich Hoyerswerda tatsächlich angeknockt. Erstmals im Spiel produzierten sie relativ simple Abwehrfehler und Bautzen zog davon. Dann häuften sich aber erneut die unerzwungenen Eigenfehler bei den MSV-Frauen und brachten damit Blau-Weiß zurück ins Spiel. Mit der gefühlt 4. Luft steigerte sich Hoyerswerda erneut in einen Abwehrrausch und übernahm in der Endphase mit 22:20 die Führung. Aber Bautzen konterte. Susi Jais schlug 4 Wirkungsaufgaben in Folge, nur die 5. zum Satzball ging leider ins Aus. Bautzen hatte aber noch 2 weitere Satzbälle, die sie nicht verwandeln konnten. Am Ende haderten die Spielerinnen noch mit einigen umstrittenen Entscheidungen des Schiedsgerichtes. Aber wie es so häufig ist im Sport, wenn man die gebotenen Chancen ungenutzt läßt, wird es am Ende eng und man hat auch mal Pech. So auch hier beim letztendlich entscheidenden 27:25 für Hoyerswerda. Das Resultat: 3:1 (20;23;-17;25) für Blau-Weiß.
 
Der verrückte Spielplan in dieser Saison zeigt eine völlig verschobene Tabelle. Bautzen hat mit bereits 5 Spiele die meisten aller Mannschaften und jetzt 1 Monat Spielpause! Zum Glück gewannen sie vor einer Woche beim Dresdener SSV und haben damit 6 Punkte. Es hätten aus den 5 Spielen auch ein paar mehr sein können, aber die Saison ist noch lang und Bautzen hat sich in den letzten Jahren im Verlauf immer gesteigert.
 
Für Bautzen spielten:
A. Rieger, M.-L- Gehlauf, S. Jais, L. Pasieka, D. Probst, M. Jäckel, M. Preußger, S. Rudolph E. Thiele L. Schubert und V. Wehner.
 
C. Gruhl

eingetragen am: 06.10.2019