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MSV Bautzen 04 e.V. Mein Sportverein - Abteilung Volleyball
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Gut gespielt, aber das reichte nicht

Der kuriose Spielplan in der Volleyball-Sachsenklasse Ost brachte es mit sich, dass die MSV-Frauen am Wochenende bereits die Hinrunde abschlossen, während andere Mannschaften noch einen Spieltag absolvieren müssen. Die Bautzenerinnen hatten noch beim Aufsteiger CVJM Görlitz anzutreten.
 
Die Görlitzerinnen ließen in letzter Zeit durch einige starke Leistungen aufhorchen, aber Bautzen rechnete sich durchaus Chancen auf einen Punktgewinn aus. Schon beim Einspielen wurde klar, was da auf die MSV-Frauen zukam. Görlitz hatte sich durch eine ehemalige polnische Spitzenspielerin, Katarzyna Sarlej, Nr 15, verstärkt, die die Bälle ins Feld drosch, dass einem Angst und Bange werden konnte.
 
Bautzen begann aber unverdrossen und ohne Respekt. Im gesamten 1. Satz hielten sie die Görlitzerinnen auf Distanz, wenngleich es immer eng zuging. Die Bautzenerinnen spielten variabel im Angriff, holten viele Bälle in der Feldabwehr und sogar der eine oder andere Block gegen die Nr. 15 war erfolgreich. Es war ein wirklich hochwertiges und ansehenswertes Spiel von beiden Mannschaften. Nur das Ende verlief dann bitter für die Bautzenerinnen. Nach dem 23:23 führten zwei eigentlich simple Fehler zum 25:23 für Görlitz.
 
Davon ließen sich die Bautzenerinnen jedoch nicht entmutigen und starteten auf gleichem Niveau in den 2. Satz. Görlitz gönnte sich erstmal eine kleine Auszeit, auch die Nr. 15 machte den einen oder anderen Fehler und plötzlich führte Bautzen mit 5 Punkten. Das war leider nur von kurzer Dauer, denn die Görlitzerinnen erhöhten den Druck wieder und drehten das Spiel um, natürlich nicht zuletzt dank Nr. 15. Aber Bautzen gab auch bei 18:22 für CVJM nicht auf und kam zurück ins Spiel. Erneut kam es zu einem hart umkämpften Satzende, bei dem die Bautzenerinnen großen Kampfgeist zeigten. Leider wurde er wieder nicht belohnt und auch dieser Satz ging mit 26:24 an Görlitz.
 
Zu Beginn des 3. Satzes war bei den MSV-Frauen erstmal die Spannung weg, nicht ganz verwunderlich. So konnte Görlitz mit 7 Punkten Vorsprung davonziehen, was gegen diese Mannschaft schon so etwas wie eine kleine Vorentscheidung war. Doch Bautzen gab trotzdem nicht auf. Sie fingen sich, kamen zurück ins Spiel und kämpften sich mit großem Einsatz bis auf 2 Punkte heran. Mehr war nicht drin. Am Ende gewann Görlitz auch den 3. Satz mit 25:19.
 
Bautzen hat sich bei dem 0:3 teuer verkauft. Die Mannschaft hat im Rahmen ihrer derzeitigen Möglichkeiten gespielt und ihr Potential ausgeschöpft, muss sich also nicht zu sehr über die Niederlage ärgern. Der entscheidende Unterschied war eben, ob man eine Spielerin wie Nr. 15 in seinen Reihen hat oder nicht. Ohne damit die gute Leistung der anderen Görlitzerinnen schmälern zu wollen, aber wenn es darauf ankam, machte hauptsächlich eine Spielerin die entscheidenden Punkte. Kleiner Trost für die Bautzenerinnen: anschließend fertigte Görlitz den bisher ungeschlagenen Spitzenreiter Shatterhands Radebeul mit 3:1 ab und dabei schoss Nr. 15 die Radebeulerinnen fast im Alleingang ab.
 
Fazit der Hinrunde: 4 Siege, 5 Niederlagen, aber alles noch im grünen Bereich. Ärgerlich war nur die Pleite gegen Hoyerswerda, die übrigens zum Start der Rückrunde in 14 Tagen nach Bautzen kommen. Bautzen muss sich nicht nach oben orientieren, sondern genügend Abstand zu den Abstiegsplätzen halten und derzeit liegen sie mit 12 Punkte fast gleichauf mit zwei anderen Mannschaften im Mittelfeld.
 
 
Für Bautzen spielten:
A. Rieger, M.-L- Gehlauf, L. Pasieka, D. Probst, M. Jäckel, M. Preußger, S. Rudolph, E. Thiele und L. Schubert
 
C. Gruhl

eingetragen am: 02.12.2019