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MSV Bautzen 04 e.V. Mein Sportverein - Abteilung Volleyball
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Das Crostau-Trauma

Wann haben die MSV-Volleyballfrauen zuletzt in Crostau gewonnen? Niemand kann sich daran erinnern. In der letzten und in dieser Saison gelangen im Derby gegen den SV Crostau klare Siege, aber nur bei Heimspielen. Am Wochenende wollten die Bautzenerinnen nun endlich den Bann brechen. Die Voraussetzungen dafür schienen gut: Bautzen hatte in den letzten Spielen überzeugt und Crostau in dieser Saison noch nicht viel auf die Reihe gebracht. Leider war die Mannschaft durch das Fehlen von Mittelangreiferin Lisa Pasieka (Urlaub) zu einer Umstellung gezwungen. Ein kleines, aber nicht ganz unwichtiges Detail, wie sich noch herausstellen sollte.
 
Bautzen begann im 1. Satz souverän und dominant. Es lief wie am Schnürchen, die Annahme stand sicher, die Angriffe schlugen ein und der Block ließ nicht viel zu. Es war eine ähnlich gute Vorstellung wie zuletzt in Zittau. Crostau hatte Probleme, sich darauf einzustellen und so ging der Satz mit 25:16 deutlich an den MSV. Es gab Zuschauer in der Halle, die rechneten mit einer klaren Angelegenheit für Bautzen. Weit gefehlt.
 
Ab dem 2. Satz warfen sich die Crostauerinnen mit der ihnen eigenen Kampfkraft auch in die scheinbar aussichtslosesten Bälle und das zeigte zunehmend Wirkung bei den Bautzenerinnen. Nach anfänglicher Führung gelangen ihnen kaum noch schnelle Punkte. Der Angriff fing an nachzulassen und man begab sich in den für Crostau typischen Kampfmodus. Und hier sind die Crostauerinnen besonders in eigener Halle kaum zu bezwingen. Am Ende stand für Crostau ein ebenso klares 25:14 zu Buche.
 
Nun stand es 1:1 nach Sätzen und alles war wieder offen. Jedoch konnte Bautzen auch im 3. Satz nicht mehr an die Leistung des 1. Satzes anknüpfen und lief einem teilweise deutlichen Rückstand von 9 Punkten hinterher. Es war ein Spiegelbild des vorherigen Satzes. Selbst klare Angriffsbälle kamen serienweise zurück und Bautzen rieb sich auf. Zwangsläufig in so einer Situation fängt dann auch die Annahme an zu wackeln. Erst gegen Ende des Satzes gelang den Bautzenerinnen eine kleine Aufholjagt, aber bei 25:19 für Crostau war Schluss. Eine Rolle spielte nun auch das Fehlen von Lisa Pasieka. Dadurch war das System der letzten Wochen gestört. Susi Jais musste in der Mitte aushelfen und hatte sich völlig ausgepowert. Auch fehlte sie auf der Außenangriffsposition schmerzhaft, wo sie sonst eine sichere Scorerin ist.
 
Also Umstellung, Luisa Schubert, wochenlang ohne Spielpraxis, musste in die Mitte und Susi auf ihre angestammte Außenposition. Das klappte im 4. Satz erstmal besser, der Block bekam wieder mehr Zugriff. Bautzen war zunächst wieder konkurrenzfähig und Crostau zeigte Wirkung, ließ jetzt mehr zu.
Es blieb aber eine enge Kiste, mal war Crostau vorn, mal Bautzen. 3 Punkte Vorsprung beim 19:16 reichten den Bautzenerinnen nicht. Crostau legte in der Abwehr nochmal eine Schippe drauf und hatte nach dem 22:22 den stärkeren Endspurt. Satz- und Matchgewinn für die Crostauerinnen mit 3:1
(-16;14;19;22)
 
Für die Bautzenerinnen hat die Niederlage tabellarisch keine große Auswirkung. Der Klassenerhalt ist quasi sicher. Sie ärgerten sich nur mächtig, es in Crostau wieder nicht geschafft zu haben. Jetzt ist erstmal 3 Wochen Zeit das Ganze zu verarbeiten, um dann am 22.02. bei Boxberg-Weißwasser zu punkten.
 
Für Bautzen spielten:
M. Jäckel, A. Rieger, L. Schubert, D. Probst, M. Preußger, S. Rudolph, E. Thiele, S. Jais und
M. Gehlauf
 
C. Gruhl

Zuschauer 27: Hoffentlich gelingt Crostau der Klassenerhalt! Lieber dort immer verlieren, bei guter Derbystimmung, als zum vierten oder fünften Mal nach Dresden zu fahren und dort vor 3 Zuschauern zu spielen.

 

eingetragen am: 02.02.2020